Die „Knappenschule“ der Corona Historica 2022

Am 30.07 trafen wir uns ,wie das letzte Jahr,morgens an der Grundschule in Uffeln. Bevor wir der Gruppe der Kulturfabrik Vlotho das mittelalterliche Leben näherbrachten, stärkten wir uns mit einem kleinen Frühstück, gingen noch einmal das „Knappentraining“ durch, was die heutigen Teilnehmer durchlaufen sollten.

Gegen 11 Uhr kamen dann die ersten großen und kleinen Interessierten betraten das Gelände und waren aufgeregt, was sie heute an dem Tag erwarten wird. Einige bekannte Gesichter vom letzten Jahr waren auch wieder dabei. Die Erste Aufgabe für die angehenden Hofdamen und Knappen war der Aufbau des Feldlagers. Wie im letzten Jahr wurden zwei Gruppen gebildet, die darum eiferten schneller als die andere aufzubauen. Gruppe I baute den Baldachin, Gruppe II beschäftigte sich mit den Bänken. Die Bankgruppe erledigte ihre Aufgabe zu erst, einigte sich aber nach einer kleinen Diskussion mit der Gruppe Baldachin auf ein Unentschieden, da die Bänke nicht unter dem frisch aufgebauten Zelt standen.

Nach dem Aufbau wurde die Gruppe in kleinere Gruppen aufteilt. Jacky übernahmen die erste Gruppe und zeigte den Interessierten den Umgang mit der Armbrust um allerhand Getier sowie Drachen zu erlegen die sich auf dem Schulhof der Grundschule Uffeln eingenistet hatten.Die zweite Gruppe unter der Leitung von Burkhard und Alexander zeigten den Interessierten eine Auswahl an Schwertern. Aber was ist eigentlich ein Schwert und wie ist es aufgebaut? Nach der kleinen Theoriestunde durften die Teilnehmer selbst „das Heft in die Hand nehmen“ und mit Trainingsschwertern fechten.

Die dritte Gruppe, unter der Leitung von Sebastian spielte eine abgewandelte Art Tauziehen. Die Spieler stellten sich auf kleinere Plattformen, vor ihnen lag ein Seil. Nach dem Startsignal versuchen die Kontrahenten soviel Seil wie möglich auf ihre Seite zu kriegen und dem anderen so von der Plattform zu ziehen. Das Spiel erfreute sich großer Beliebtheit bei den kleinen und großen Teilnehmern. Die vierte und letzte Gruppe witmete sich mit Marcus dem Bogenschießen.

Zur Stärkung am Mittag gab es dann für die Teilnehmer frisches Obst, welches uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Nach einer der kleinen Stärkung an der Tafel, ging es nach höfischer Manier weiter mit einem kleinen (Verdauungs)Tanz.

Am Nachmittag durften sich die Teilnehmer frei auf die Stationen verteilen und sich mit uns über das Mittelalter austauschen. Um 16 Uhr verabschiedeten wir uns und wer noch nicht genug Mittelalter an dem Tag erlebt hatte, bekam eine Einladung zu unserem Markt Ende August an der Grundschule Uffeln.

Pfingstlager auf der bündener Museumsinsel

Dieses Pfingstwochenende ging es mal wieder auf Reisen. Ziel war die Museumsinsel in Bünde, wo wir als Verein in Kooperation mit dem Imkerverein Bünde ein kleines Lager gehalten haben. Um 10 Uhr öffneten wir die Pforten und staunten nicht schlecht, wie viele Leute von nah und fern kamen. Berthold vom Wiehen war mit seinen Fechtern am „Waffenzelt“, wo nicht nur mit den Augen die Schwerter begutachten könnten, sondern man durfte „das Heft in die Hand nehmen“. Nicht umsonst ist unser Motto im Verein „Geschichte zum Anfassen“. So duften unter der Aufsicht und Einweisung von Berthold sich Paare gegenüberstehen und sich einen Schlagabtausch liefern. Unterstützt wurde er von dem Burgmann Friedrich Hagen, Die anderen Schauzelte waren aber genauso gut besucht wie die kleine Waffenkammer.

Besonderes Aufsehen erregte unser Scharfrichter Kasimir von Tingingen der mit allerhand orthopädischen Utensilien Leute von ihren weltlichen Leiden befreien kann, auch wenn man nach der Behandlung etwas gerädert sein könnte. Sollten die Wunden etwas tiefer sein (oder die orthopädische Behandlung etwas zu schmerzvoll) stand neben ihm Randolf der Feldarzt der Landsknechte, mit seiner beeindruckenden Sammlung von chirurgischem Werkzeug.

Etwas weiter Abseits des Platzes platzierte unser „Wolf“ von Loesnitz einen Schießstand, wo er Interessierten den Umgang mit der Armbrust näherbrachte, beobachtet von den wachsamen Augen von Johanna von Baerenbach. Da der Andrang am Schießstand groß war, unterstützte die beiden Wildhüter Georg vom Wolfswald mit seinem Sohn Maximilian. In der Mitte des Lagers stand Irmgard mit ihrer Spindel und ihrem Spinnrad. Irmgard erklärte den Besuchern wie die Verarbeitung von Wolle funktionierte, denn bis die Kleidung an den Mann oder Frau kommt, muss sie erst zu einem Faden gesponnen werden und dann zu einem fertigen Garn, um sie leichter weiterzuverarbeiten.

Auf der anderen Seite des Platzes gab es dann noch ein Zelt der Landsknechte,wie Simon von Falkendiek, Jens und Hektor,die dem Glücksspiel und kühlen Biers frönten und Geschichten über ihr Leben als Söldner erzählten. Die Rüstkammer, geführt vom Knappen Fabian erfreute sich ähnlicher Beliebtheit wie dem Waffenzelt. Hier vermittelte der Ritter in Ausbildung den Besuchern verschiedene Rüstgegenstände. Musikalisch würde der Markt von Henning dem Barden begleitet, der mit seinen Lauten das Lagervolk bezirzte. Die Bilanz des ersten Tages, nach dem die Pforten des Museums schlossen, waren heisere Mitglieder, leichte Sonnenbrände und gute Laune. Am Sonntag kamen gefühlt mehr Besucher auf das Museumsgelände als am Vortag und lauschten bei leichtem Regen unseren Worten und stellten Fragen rund um das Mittelalter.

Uns als Verein hat das Lagern sehr viel Spaß bereitet und wir wären wieder gerne dabei, ein großer Dank an dieser Stelle geht dem Museum Bünde, dem Imkerverein Bünde, sowie der Stadt Bünde für ihr Vertrauen und die Unterstützung, den vielen Helfern im Hintergrund, sowie unserer Marketenderin Martina. Schlussendlich noch ein Dank an das großartige Publikum aus Bünde und Umgebung!

Die „Knappenschule“ der Corona Historica 2021

Am 31.07 trafen wir uns morgens an der Grundschule in Uffeln. Bevor wir der Gruppe der Kulturfabrik Vlotho das mittelalterliche Leben näherbrachten, stärkten wir uns mit einem kleinen Frühstück, gingen noch einmal das Tagesprogramm durch und hofften, dass das Wetter uns an diesem Tag hold ist.

Gegen 11 Uhr war es dann so weit. Die ersten großen und kleinen Interessierten betraten das Gelände und staunten nicht schlecht über unsere Gewandungen, ähnlich ging es uns, da einer der kleinen Besucher selbst in einer mittelalterlichen Gewandung gehüllt war. Wie sich herausstellte feierte er einen Geburtstag, darauf stimmte Wolfgang einen Jubel an.

Nach einer kleinen Ansprache von Wolfgang ging es gleich zur ersten Aufgabe über: Der Aufbau des Baldachins und den Tischen und Bänken.

Nach dem Aufbau wurde die Gruppe in drei kleinere Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe, unter der Leitung von Sebastian und Irmgard, wurde der mittelalterliche Tanz am Hofe nähergebracht. Nach dem Vortanzen der beiden, durfte die Gruppe selbst das Tanzbein schwingen.

Wolfgang und Marcus übernahmen die zweite Gruppe. Während Wolfgang den Teilnehmern den Umgang mit der Armbrust näher brachte, um selbst danach sich auf die „Pirsch“ zu begeben und (Gummi) Wildschweine und (Kuschel)Drachen zu erlegen, zeigte Wildhüter Marcus den Kindern den Umgang mit Pfeil und Bogen.

Die dritte Gruppe unter der Leitung von Burkhard und Alexander erklärten den Interessierten die verschiedensten Waffen des Mittelalters. Nach der Theoriestunde durften die Teilnehmer selbst „das Heft in die Hand nehmen“ und mit Trainingsschwertern fechten. Während dieser praktischen Schulung wurde auch über die Kämpfe aus Film und Fernsehen gesprochen, was wenig mit dem mittelalterlichen Fechten aus den Überlieferungen und Quellen zu tun hat.

Zur Stärkung am Mittag gab es dann für die Teilnehmer frisches Stockbrot vom Lagerfeuer zubereitet von Friedbert und Melanie. Nach der kleinen Pause boten Thomas und Jaqueline den Kindern die Möglichkeit an, ein kleines Andenken an den Tag in Form eines Anhängers oder Lederarmbands herzustellen.

Am Nachmittag durften sich die Teilnehmer frei auf die Stationen verteilen und sich mit uns über das Mittelalter austauschen.

Gegen 16 Uhr verabschiedeten sich die Besucher und bedankten sich bei der Corona Historica für den großartigen Tag.

Marktbericht Vlotho 2017

Der erste auf dem neuen Gelände in Vlotho veranstaltete Markt des Vereins liegt nun hinter uns.
Im Vorfeld gab es einige Hindernisse zu überwinden wobei die Standortfrage wohl die war die das meiste Kopfzerbrechen bereitet hat.
Nachdem aber geklärt war wo der Markt stattfinden kann wurde sich intensiv in die Planung gestürzt.
Am Donnerstag den 24. August begannen dann die Aufbauarbeiten für das Lager. Denn bereits am Freitag mussten noch Schilder für die Verkehrsführung vom Bauhof abgeholt und aufgestellt werden.
Viele fleißige Hände aus dem Verein waren am Werk so das am Freitagmittag die ersten Händler und Heerlager ebenfalls aufbauen konnten.
Die Vorbereitungen liefen gut, und alle waren gespannt auf die Veranstaltung.
Nachdem das Ordnungsamt und die Polizei der Stadt Vlotho auch Ihr OK gegeben hatten, konnten die Pforten am Samstag den 26. August um 11:00 Uhr geöffnet werden.
Bei bestem Wetter konnte man nun durch die Heerlager schlendern, den Handwerkern bei ihrer Arbeit zuschauen, die Greifvögel der Falknerei Eulenhof bewundern, sich von der Musik von Forum Porcina mitreisen lassen, Kinderspiele ausprobieren, ein Tänzchen wagen, die Schwertkämpfer bewundern, Bogen und Armbrust schießen, lecker Essen und Trinken und das eine oder andere Schöne einkaufen.
Kurz gesagt es gab viel zu erleben auf dem Gelände an der Grundschule in Uffeln.
Auch am Sonntag war uns der Wettergott milde gestimmt was sich sicher auch die Besucherzahlen ausgewirkt hat.
An beiden Tagen fanden insgesamt etwas unter 1000 zahlende Besucher den Weg zu uns.
Dafür das es der erste Markt an diesem Standort war, sind wir darauf schon ein bisschen stolz.
Klasse war der Arbeitseinsatz der Mitglieder die zum Teil Mehrfachdienste als Ordner übernommen haben um die Anforderungen der Behörden zu erfüllen.
Aber auch hervor zu heben ist die Hilfe die uns von Seiten der vielen Freiwilligen entgegengebracht wurde.
Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle Helfer die dazu beigetragen haben das die Veranstaltung so reibungslos ablaufen konnte!
Danke auch an die Stadt Vlotho und ihren Mitarbeitern die uns bei den Planungen und Vorbereitungen unterstützt haben.
Ein ebenso großer Dank an den Ortsverband des DRK Vlothos, die mit einem klasse Team den Markt als Ersthelfer abgesichert haben.
Wir freuen uns nach getaner Arbeit über den Zuspruch der Mitwirkenden und nehmen dieses als Ansatz für die Planungen des Marktes im August 2018.