Die „Knappenschule“ der Corona Historica

Am 31.07 trafen wir uns morgens an der Grundschule in Uffeln. Bevor wir der Gruppe der Kulturfabrik Vlotho das mittelalterliche Leben näherbrachten, stärkten wir uns mit einem kleinen Frühstück, gingen noch einmal das Tagesprogramm durch und hofften, dass das Wetter uns an diesem Tag hold ist.

Gegen 11 Uhr war es dann so weit. Die ersten großen und kleinen Interessierten betraten das Gelände und staunten nicht schlecht über unsere Gewandungen, ähnlich ging es uns, da einer der kleinen Besucher selbst in einer mittelalterlichen Gewandung gehüllt war. Wie sich herausstellte feierte er einen Geburtstag, darauf stimmte Wolfgang einen Jubel an.

Nach einer kleinen Ansprache von Wolfgang ging es gleich zur ersten Aufgabe über: Der Aufbau des Baldachins und den Tischen und Bänken.

Nach dem Aufbau wurde die Gruppe in drei kleinere Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe, unter der Leitung von Sebastian und Irmgard, wurde der mittelalterliche Tanz am Hofe nähergebracht. Nach dem Vortanzen der beiden, durfte die Gruppe selbst das Tanzbein schwingen.

Wolfgang und Marcus übernahmen die zweite Gruppe. Während Wolfgang den Teilnehmern den Umgang mit der Armbrust näher brachte, um selbst danach sich auf die „Pirsch“ zu begeben und (Gummi) Wildschweine und (Kuschel)Drachen zu erlegen, zeigte Wildhüter Marcus den Kindern den Umgang mit Pfeil und Bogen.

Die dritte Gruppe unter der Leitung von Burkhard und Alexander erklärten den Interessierten die verschiedensten Waffen des Mittelalters. Nach der Theoriestunde durften die Teilnehmer selbst „das Heft in die Hand nehmen“ und mit Trainingsschwertern fechten. Während dieser praktischen Schulung wurde auch über die Kämpfe aus Film und Fernsehen gesprochen, was wenig mit dem mittelalterlichen Fechten aus den Überlieferungen und Quellen zu tun hat.

Zur Stärkung am Mittag gab es dann für die Teilnehmer frisches Stockbrot vom Lagerfeuer zubereitet von Friedbert und Melanie. Nach der kleinen Pause boten Thomas und Jaqueline den Kindern die Möglichkeit an, ein kleines Andenken an den Tag in Form eines Anhängers oder Lederarmbands herzustellen.

Am Nachmittag durften sich die Teilnehmer frei auf die Stationen verteilen und sich mit uns über das Mittelalter austauschen.

Gegen 16 Uhr verabschiedeten sich die Besucher und bedankten sich bei der Corona Historica für den großartigen Tag.